Offenes Atelier

Das letzte Wochenende hatten die Türen unseres Ateliers wieder geöffnet. Unser Atelier? Ja, unser Garten, Martins Steinhaus und mein Atelier. Es war ein Gesamtkunstwerk in das die Besuchenden eintreten konnten. Die Sonne, die goldenen Herbstfarben taten das Übrige dazu. Ich liebe es, wenn die Dinge, die Gäste, die Natur eine Einheit bilden und Menschen sich bei uns wohl fühlen. Dank meiner lieben Familie ist das gelungen – eine Oase des Friedens und der Freude zu kreieren.

Künstlerisch habe ich dieses Jahr viel Keramik vorbereitet – allerlei Getier und Figuren bis hin zu handgeformten, dünnwandigen Gefäßen, die mich ganz nahe an den Ursprung des Modellierens gebracht haben. Ein schönes Gefühl. Für einen Auftrag hatte ich eine ganzen Schwung Tierbilder gemalt, diese gab es auch zu sehen – und – last but not least – meine Aquarelle von der Geißenbergalm. Ich liebe diese Aquarelle – die Bäume, die ich malen durfte sind uralt – die Atmosphäre dieser Tage einzigartig und ich fühle jedesmal wieder die Verbundenheit mit diesen wunderbaren Wesen, wenn ich die Bilder betrachte.

Im Atelier konnten BesucherInnen das Malspiel ausprobieren. Das Malspiel ist mir ja ein Herzensanliegen. Es gibt eine fixe Gruppe, die immer freitags zwischen 17.30 und 19.00 im Atelier malt und auch mit Ton spielt.  Am Mittwoch entsteht auch eine Gruppe. Einige Kindergartenkinder waren letzten Mittwoch da, ich freue mich, wenn sie sich auf Regelmäßigkeit einlassen und sie sich ganz ins Malspiel vertiefen.

Hier noch ein paar Eindrücke dieser wundervollen Tage – Dankbarkeit erfüllt mein Herz!

Freies Malen – komm und male!

„Die Spur eines Menschen ist die Spur aller Menschen.“
(Arno Stern) Malspiel

Es geht wieder los – ab Mitte September wird wieder gemalt. Manche von euch kennen das schon – es ist ein Spiel mit wunderbar cremigen Farben auf Papier. Die Farben sind schon malfertig und die Pinsel bereit gestellt.  Es braucht nur mehr dich und den Mut, einfach du selbst zu sein und  zu malen, was gemalt werden möchte. Erst durch das regelmäßige Malen kannst du wirklich ganz in das Spiel eintauchen. Deswegen macht es Sinn, das Malspiel über einen längeren Zeitraum kontinuierlich zu besuchen. Hier mein Angebot für dich:

Jeweils Freitag von 17.45 – 19.15 steht das Atelier für Kinder und Erwachsene offen.

Starttermin: Freitag 15. September 2017

Zusätzlicher Termin: immer Mittwoch von 14.30 – 17.00 Uhr

Weitere Termine: 22. und 29. September, 6. , 20. und 27. Oktober, 10., 17. und  24. November, 1. und 15. DezemberAufgepinnt

Kosten: 10er Block im Malspielraum € 120 – für 2 Personen /Familie €200.

Frag mich einfach, wenn du noch etwas wissen möchtest, du erreichst mich unter 066473628204

 

„Da, wo wir heute schon stehen, an der Schwelle zur Übersättigung auf allen Gebieten, gibt es nur zwei Wege…“(Arno Stern in ‘Die Expression. Der Mensch zwischen Kommunikation und Ausdruck‘): Einerseits den Weg des ‘maßlosen Konsumierens‘ und andererseits den Weg des ‘Schöpferisch-seins‘.
Während das ‘Konsumieren‘ die ständige Unzufriedenheit fördert, da es „ein nie gestilltes und ewig aufgefrischtes Wünschen schafft“, bewahren wir durch das ‘Schöpferisch-sein‘ „die Gewohnheit der Initiative“ und erwerben dadurch „die Fähigkeit im Leben stark zu sein. …stark wie alle, die ohne Aggressivität, ohne Wettbewerb und ohne Anlehnung an ein Modell etwas realisieren.“

Sehr zu empfehlende BÜCHER von/mit Arno und André Stern:

Arno Stern. Die Expression. Verlag Klotz GmbH,2010.
Arno Stern. Der Malort. Daimon Verlag,1998.
Arno Stern. Das Malspiel u. die Natürliche Spur. Drachen-V.,2005.
Arno Stern. Wie man Kinderbilder nicht betrachten soll. ZS.2012.
Arno Stern. Die Spur.Gewesenes Kindsein. Verlag Klotz,2014.
Arno Stern. Das Malspiel u. die Kunst des Dienens. Drachen,2015.
Wagenhofer, Kriechbaum & André Stern: alphabet. Ecowin,2013.
André Stern. Spielen,um zu fühlen,zu lernen… E.Sandmann,2016.

 

 

Alte Bäume

 

Bäume sind für mich ganz wunderbare Naturwesen. Wenn ich dann auch noch das Glück habe, so alten Bäumen wie auf der Geissenbergalm in Schwarzenbach zu begegnen, da  kann es schöner nicht sein.IMG_1392

Die Geissenbergalm war dieses Mal Mittelpunkt der sommerlichen Maltage unserer Malgruppe. Ich bin Wolfgang wirklich dankbar für diesen Vorschlag.

Die Baumgruppen entstanden – so, wie wir sie heute erleben dürfen – durch die nun schon 200 Jahre andauernde Almbewirtschaftung. Ahornbäume, Eschen und Buchen sind die Hauptbäume dieser Gruppierungen. Jeder Baum für sich – eine Welt, ein kleines Universum. Lange ausladende Wurzeln und große breite Kronen, ideale Schattenspender für das Vieh, das, den Spuren zufolge,  offensichtlich gerne unter dem Schutz der Bäume rastet. Im oberen Teil der Alm wurden die Baumgruppen in das Natura 2000 Projekt Ötscher-Dürrenstein“www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/naturschutz/sg/n2000/ aufgenommen. Und wer das Glück hat, diese Bäume kennen zu lernen, braucht gar nicht nachzufragen, warum das so ist.

Es gibt beispielsweise einen Ahornbaum, dessen Kernholz im unteren Bereich fehlt und desgalb ein Hohlraum entstanden ist /es kann sogar hinein geklettert werden. IMG_1389  Der Zahn der Zeit hat schon kräftig genagt, und trotzdem steht der Ahorn kraftvoll und gut belaubt da – uralt, vielleicht schon 200 Jahre oder mehr.

 

Drei Tage unter, vor, neben, in den Baumgruppen zu malen erdet ungemein und  lässt den Geist frei und offen werden für die Verbundenheit mit Mutter Erde und den Weiten des Himmels. Mächtig und erhaben stehen sie da, die Bäume – einzigartig – Geschichten erzählend – bizarr geformt – schützend und bergend  – gezeichnet von Wind und Wetter IMG_1360– allen Widrigkeiten trotzend – uralt – eingebettet in den Kreislauf von Wachsen, Werden und Vergehen  – geduldig und beharrlich.

In den Ästen und Blättern rauscht der Wind, fängt sich das Licht. Ein wunderbares Spiel zwischen dunklen und hellen Räumen erfreut mein Auge. Und weil die Baumgruppen so mächtig sind, ist auch der Schatten ausgedehnt, lässt den Blick ruhig werden, ausgeruht um dann wieder ins flirrende Sonnenlicht zu schauen.  Ich spüre und rieche die Erde – kann mich immer wieder aufs Neue an diesem Spiel von Dunkel und Hell erfreuen und male und IMG_1362male. Die Zeit spielt keine Rolle – gemalt wird, so lange gemalt werden möchte – bis sich auf dem Papier das IMG_1452abzeichnet, was ich beim Betrachten der Bäume empfinde. Das einzige, was mich aufhorchen lässt ist das Grollen am Himmel – ein Gewitter zieht auf und ich eile schnell zur Halterhütte.

 

Die Natur ist Heilerin, Lehrmeisterin und unendliche Inspirationsquelle. Dafür bin ich dankbar.IMG_1454

Da Loam – Atelier Selma Etareri, Graz

Besuch bei Atelier „Da Loam“ 12,13. Juli 2017

Mariahilferstraße 11 in Graz/ www.selma-keramik.at

IMG_1351Selma, die Künstlerin und Leiterin des Ateliers Da Loam in Graz, habe ich gleich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Sie begrüßte uns so ungemein fröhlich und unkompliziert  und sprudelte vor lauter Ideen.

„Gefäße und Figuren modellieren im Atelier Da Loam“ war ein Geschenk meiner Malgruppe zu meinem runden Geburtstag. Natürlich sind sie auch mit dabei gewesen – zumindest fast alle, Anni, Lisi und Wolfgang.

Das, was mich an Selmas Arbeiten fasziniert, das Modellieren von großen Gefäßen  – ganz dünn und fein gearbeitet (alles mit der Hand und ganz ohne Scheibe) – verlangt Ausdauer, Vorstellungskraft und eine Ahnung von physikalischen Gesetzmäßigkeiten.  Das habe ich die zwei Tage erfahren dürfen.

Ich liebe es, wenn Dinge unter meiner Hand zu wachsen beginnen, Form und Lebendigkeit annehmen. Es ist für mich ein direkter und auch sichtbar werdender IMG_1339

Zugang zur Gestaltungskraft – zur schöpferischen Kräften, die wir in uns allen tragen. Am Anfang ist die Offenheit für das, was entstehen möchte – die Idee – die Vision – die Intuition – es gibt viele Tore, durch die unsere schöpferischen Kräfte Gestalt annehmen möchten.

Selmas Gefäße bezeugen von weiblicher Urkraft  – und wie kann es anders sein, ich  lasse mich gerne davon inspirieren. Zuerst entstand ein Modell in klein.  Dann multiplizierten wir die Maße entsprechend der gewünschten Gesamthöhe oder Breite und los ging es mit dem „eigentlichen Werk“.

Tonpatzen für Tonpatzen aneinanderreihen – verstreichen – das Wachsen und Werden des Gefäßes im Auge behalten und ausgleichen – den Verlauf mit dem Modell abgleichen und den richtigen Zeitpunkt beachten um Richtungsänderungen vor zu nehmen – trotzdem den spielerischen Umgang mit dem Material genießen. Manches möchte auch ein wenig anders werden als im Vorfeld geplant. Das Material, schwarz brennender Ton, eine Freude.

Zwei Tage habe ich an meinem Gefäß gearbeitet. Es hat mich herausgefordert und gleichzeitig nicht los gelassen – solange,  bis sich in mir das Gefühl breit gemacht hat „jetzt ist es fertig“.Figur

Das Modellieren geschah mit dem Willen etwas zu formen und doch blieb ich frei für das, was sich unter meinen Fingern entwickeln wollte. Ein Spiel.

Das Gefäß wird noch bei Selma gebrannt und erst in ein paar Wochen aus Graz mit all den anderen Gefäßen meiner KünstlerfreundInnen abgeholt.

Danke für diese wundervolle Erfahrung. Das Arbeiten, die Gespräche, die Atmosphäre und das Miteinander hat mich wieder ein Stück reifen lassen.

 

Freies Malen im Atelier SpielraumKUNST

In der Osterwoche hatten 8 Kinder die Möglichkeit, am freien Spiel mit der Farbe teilzunehmen. Das Spiel braucht nur ein paar wenige Spieregeln (achtsamer Umgang mit den Materialien, gemalt wird, was gemalt werden möchte, es gibt keine Vorgabe, über die Bilder wird nicht gesprochen…. ). In einer fröhlichen Atmosphäre wurde konzentriert gemalt. Ich durfte die Kinder dabei begleiten – richtete Farben her, befestigte Malblätter – hängte fertige Bilder zum Trocknen auf, war da, wenn ein maltechnisches Problem entstand und achtete auf den respektvollen Umgang innerhalb der Gruppe.
Alle, die diese Woche zu mir ins Atelier kamen, wollten auf der Malwand malen – Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Die Farbpalette mit ihren leuchtenden Farben lud einfach zum Ausprobieren ein – und ich träume davon, dass es eine fixe Malspielgruppe übers ganze Jahr bei mir im Atelier gibt. Kinder, Erwachsene – alle die möchten.
Vielleicht bist ja du auch dabei – ab Ende Mai geht es los.

Anmelden unter: gisela.grasmann@aon.at oder 066473628204

Der erste Termin: Freitag der 27. Mai 17.00 – 18.30 (Beitrag  € 15 pro Person)Palettentisch neu kleinMalspuren neuMalen neu

Tonspuren – Masken bauen und Malspiel

„und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ – dieser Satz aus dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse, macht sich dieser Tage in mir breit.

Was möchte dieses Jahr in meinem Atelier neu beginnen, wachsen, sich entwickeln? Es gibt so viele Möglichkeiten. Ich bleibe offen für Neues und bleibe mir gleichzeitig treu.
Die Wochen vor Weihnachten wurde im Atelier fleißig mit Ton gearbeitet. Kinder und Erwachsene fertigten mit „Christkindsüberraschungs- freudvollen“ Augen dies und das. Engel, Sterne, Gefäße, Schalen, Kerzenhalter, Tiere……..
Töpfern, so hab ich im letzten Jahr die Erfahrung machen dürfen, begeistert viele Menschen. Die Finger kneten, rollen, formen – der Tastsinn wird belebt – das Fühlen beruhigt den Geist und stärkt die Mitte, vielleicht ist das der Grund für das Interesse am Werken mit Ton.

Fühlen

Fühlen

Die Tonwerkstatt wird es dieses Jahr sicherlich immer wieder geben. Im Frühjahr bei einem Kurs über die VHS Pielachtal oder auch jederzeit auf persönliche Anfrage hin.
Individuelle, Bedürfnis orientierte Angebote zeichnen die Arbeit in meinem Atelier aus. Ich freue mich, wenn sie mich kontaktieren und ihren Wunsch nach Kreativzeit äußern.
Den letzten Adventsamstag nutzte eine Großfamilie bei mir im Atelier als Zeit zum Innehalten. Es wurde zum Thema „Licht sein“ gemalt und mit Gipsbinden formten Klein und Groß einfache Leuchtgefäße. Seit diesem Samstag weiß ich, dass auch eine Gruppe von 14 Leuten bei mir im Atelier Platz hat – sicherlich etwas beengt – und doch war es eine feine Zeit.
Auf das Masken bauen im Februar freue ich mich schon. An drei Vormittagen in den Semesterferien formen wir aus Ton, Pappmaché oder aus Gipsbinden ganz individuelle Masken.

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Masken

In den Osterferien wird im Sinne des freien Malspiels an 3 Vormittage gemalt. Vielleicht ein ungewöhnliches Angebot. Gibt es doch keine Vorgaben und Impulse, wie wir sie sonst aus diversen Malkursen kennen. Gemalt wird, was da ist – und wenn es sein darf, dann entpuppt sich das Gemalte als natürliche Malspur – unbeeinflusst – frei – aus uns selbst heraus entspringend. Das ist die Grundlage für eine natürliche kreative Entwicklung, fernab von Erwartung und Bewertung. Mit meinem Angebot mache ich auf die Anliegen und Erfahrungen von Arno Stern, dem Gründer des Malorts in Paris aufmerksam. „Aufmerksam“ ist vielleicht untertrieben. Die Arbeitsweise des freien Malspiels ist mir ein Herzensanliegen.

 

„ARTenreich – Fisch & Co“

Unsere Malgruppe verwirklicht gerade ein Projekt für die Landesausstellung 2015. Das Kunstprojekt ist zwar offiziell im Programm der Landesausstellungsorganisation nicht enthalten, aber was solls.  Trotzdem möchten wir als Künstlergruppe einen Beitrag zur Landesausstellung leisten.
„ARTenreich – Fisch & Co“ beschäftigt sich , wie der Titel schon verrät, mit unterschiedlichen Fischarten, die in der Pielach beheimatet sind. Über den Artenreichtum und die wunderbare Wasserqualität der Pielach wurden wir von einem Experten aus unserer Gemeinde genau informiert. Es wurden uns auch Anschauungsobjekte zu Verfügung gestellt. Für einige Woche belagerten sie mein Atelier und dienten der Malgruppe als Inspiration- und Informationsquelle für die Keramikarbeiten. Zu den Fischen gesellten sich dann noch der Eisvogel, der Flusskrebs und der Fischotter dazu. Biber gibt es bei uns an der Pielach auch, mal sehen, ob ich es noch schaffe diesen lustigen kleinen Nager auch noch in Ton zu formen.
Diese Woche wurde dann gebrannt. Nicht einfach im Elektrobrennofen. Wir entschieden uns für einen Rakubrand. Wer einmal schon bei einem Rakubrand dabei war, der weiß, dass damit ein wunderbares Prozedere verbunden ist. Es gleicht einem kleinen Fest – Rakubrand braucht einfach Z e i t – viel Z e i t.

Der Gasbrennofen unserer Malkollegin steht im Freien. Lisi hat den Ofen schon mit unseren Objekten gefüllt und den Ofen in Betrieb genommen. Wir warten bis die Temperatur auf 940° gestiegen ist – eine kurze Haltezeit – und dann geht es los. Lisi öffnet den Deckel des Brennofens und nimmt mit einer großen Rakuzange die noch glühenden Tonscherben heraus. Natürlich braucht es dazu auch spezielle Handschuhe usw. Wir nehmen diesen Kraftakt wahr – es ist heiß, die Tonscherben mit der Zange zu ergreifen erfordert Fingerspitzengefühl. Lisi macht das toll.
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GLÜHENDE FISCHE
Gleich neben dem Brennofen wartet ein Bett aus Sägespänen auf die Tonsachen. Alle Hände helfen zusammen, damit die Tonware möglichst schnell vollständig bedeckt wird. Es raucht, es brennt, es glüht, es dampft, es knistert! Welch ein spannender Moment.
Wir sind alle schon neugierige, was unter den Sägespänen jetzt noch so alles mit der Glasur passiert. Hoffentlich springt sie schön und vielleicht bekommt noch so manche Farbe einen metallenen Glanz. Es knistert, es raucht, es dampft………..
Doch es heißt noch warten. Die Töpfersachen müssen noch auskühlen, bevor wir sie aus dem Sägespänebett herausnehmen und grob mit Wasser und Schwämmchen vom Ruß reinigen können.
Und jetzt liegen sie da! Wunderbare Werke – so wie wir uns das gewünscht haben – schön gesprungene Glasuren und metallischer Glanz – gerußte Stellen, matt und archaisch anmutend.
Zu sehen gibt es die Werke ab Ende April im neu renovierten Bahnhof von Hofstetten Grünau.

Atelier SpielraumKunst präsentiert sich!

Es hat geklappt! Ich durfte mich in der Volksschule Hofstetten-Grünau mit meinem Arbeit als Künstlerin und Leiterin des Ateliers SpielraumKunst bei allen Kindern vorstellen. Natürlich  haben wir miteinander gemalt. Was sonst.
Für jede Klassenstufe bereitete ich ein extra Thema vor. Die ersten Klassen malten Bilder zur Geschichte von der „Raupe Nimmersatt“. Jedes Kind suchte sich eine Szene aus der Geschichte aus und malte dann mit Ölkreiden und Aquarellfarben. Vom kleinen Ei auf dem Blatt bis zum Schmetterling waren alle Bilder vertreten.
Mit der zweiten Schulstufe malten wir zu einer Phantasiegeschichte. Die Kinder wurden dabei von einem Fabeltier zu einem Ritt in die Nacht eingeladen. Lustige Tiere waren das und viele von ihnen hatten Flügel oder Beine, die einen ganz schnell durch die Nacht tragen konnten. Gemalt wurde mit Ölkreiden und Aquarellfarben.
Die dritte und die vierte Schulstufe probierte eine ganz neue Technik aus. Für jede Klasse hatte ich dafür eine andere Geschichte gewählt.
Die dritten Klassen malten zum Märchen von der goldenen Kugel und die vierten Klassen fanden nach einer kurzen Erzählung über den Künstler Max Ernst ihren imaginären Vogelfreund.

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Ich lud die Kinder ein, mit mir eine experimentelle Maltechnik von Max Ernst auszuprobieren. Das brauchte auch Mut und die Bereitschaft sich auf etwas Neues einzulassen. Leicht ist das nicht immer, sind wir doch gewohnt so und so zu malen um dann zu diesem oder jenem Ergebnis zu kommen.

 

Bei der „Grattage“ wird in mehreren Schichten gearbeitet. Zuerst malten wir mit Ölkreiden. Darüber wurde eine Schicht aus einer schuhcremeartigen Paste gelegt und dann noch eine Schicht dunkle Aquarellfarbe darüber gemalt.
Wie gesagt, das Übermalen der Ölkreidezeichnung kostete so manche Überwindung. Zuletzt wurde mit einer Spachtel in die cremige Schicht aus Schuhpaste und Aquarellfarben gekratzt. Jetzt wurde auch klar, warum diese Technik „Grattage“ heißt, da steckt ja das Wort „kratzen“ drin. Wie erstaunt waren die Kinder, als ihr Ölkreidenbild plötzlich zu leuchten begann und das Papier fast transparent und durchscheinend wurde. Die Spuren, die die dunkle Farbe hinterließ erinnert im Erscheinungsbild an Drucktechniken. OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wie schön, wir konnten miteiander neue Erfahrungen sammeln und vielleicht wurde dadurch auch die Lust auf neue Maltexperimente geweckt.

Es muss nicht immer alles perfekt und ganz genau sein. Wir dürfen uns auch vom Zufälligen beschenken lassen.In diesen 2 Tagen wurde ich reich beschenkt und dafür danke ich!

Ich freue mich auf ein Wiedersehen im SpielraumKunst.

 

 

Maltherapie für Kinder – Max Ernst

Das Weiterbildungsseminar für Maltherapie mit Kindern stand ganz unter dem Zeichen von Max Ernst, seiner Kunst und der damit verbundnen Offenheit für Neues.

„Malerei muss immer eine Erfindung, Entdeckung oder Enthüllung sein.“

Wenn Max Ernst gefragt wurde, was seine Lieblingsbeschäftigung sei, dann antwortete er „Sehen!“ Wir lernten mit Unterstützung unserer Ausbildungsleiterin Magª. Brigitte Längle wieder ganz neu Wahrnehmen und Sehen.

Max Ernst liebte Vögel. Er soll selbst einen Kanarienvogel als innigen Begleiter gehabt haben. Und wer genau schaut, der kann auch immer wieder Vogelwesen in seinen Bildern entdecken.

Gleich zu Beginn unseres Seminares traten wir in Kontakt mit unserem Vogelwesen. Auf meiner linken Schulter, das sollten wir uns innerlich vorstellen, saß ein wunderbarer Paradiesvogel. Auf den ersten Blick vielleicht gar nicht erkennbar, weil er klein und unscheinbar wirkte. Doch bei genauerer Betrachtung sah ich deutlich bunte, lange, geschwungene und eingringelte Federn. Jede Feder schillerte in einer anderen Farbe. Und der Vogel stellte eine Frage. Welche, das wollt ihr gerne wissen? Vielleicht war es diese: Wie fühlst du dich, was macht dich glücklich, wie geht es dir, wo gehst du hin, was erfüllt dich, was brauchst du?

Max Ernst verwendete in seinen Bildern unterschiedliche experimentelle Techniken wie Frottage, Grattage oder Collage . Auch wir tauchten in diesen zwei Tagen in das Feld des Experimentierens und Ausprobierens, des Zufälligen und Weitergeführten ein.

Viele Kindern kennen diese Techniken aus dem Zeichenunterricht. Erstaunlich ist für mich, auf welche einfache Art und Weise unsere Phantasie beflügelt werden kann, wie schnell wir gewohnte Wege verlassen können und eintauchen können in ganz neue Dimensionen der Wahrnehmung.

Mit vielen Impulsen und Ideen bin ich zurückgekehrt in meinen Atelier SpielraumKunst, in mein künstlerisches Tun, in meinen Alltag. Die Flamme der Neugierde auf alles Lebendige und die unterschiedlichsten Dimensionen des Seins hat Nahrung bekommen. Und das ist gut so.

Vielleicht haben Sie ja auch Lust bekommen und möchten bei mir im Atelier ihrer kindlichen Neugier Raum geben. Ich freu mich, wenn ich Sie dabei begleiten darf.

 

Tage des offenen Ateliers

Doldenblütler

Letze Woche waren noch viele Vorbereitungsarbeiten für die NÖ Tage des offenen Ateliers zu erledigen.

Ihr müsst wissen, mein Atelier ist ja sonst sehr belebt. Es wird  viel und gerne darin gearbeitet. Unterschiedliche Menschen nutzen diesen Raum für ihre kreative Entfaltung. Dazu braucht es Tische, Staffeleien, Werkmaterialien, Kisten und Schachteln stehen herum, fertige Arbeiten, noch auf den Brennofen wartende usw. – und die mussten für die NÖ Tage des offenen Ateliers alle raus. Dafür verwandelte sich mein Atelier in eine wunderschöne Galerie, in der ich meine unterschiedlichen Werkstücke präsentieren konnte. Meine ganze Familie hat dabei mitgeholfen. Ein großes DANKE dafür.

Und am Wochenende war es dann so weit. Die ersten Gäste spazierten mit Öffnungsbeginn ins Atelier. Es wurde gestaunt, betrachtet, geplaudert, nachgefragt, Beziehungen gepflegt, die Sonne genossen, gelacht und  auch das eine oder andere Werkstück erworben.  Mehr gibts auf der Bildergalerie zu sehen. Leider ist die noch nicht wirklich so, wie ich sie haben möchte. Susanne, meine Webbetreuerin hilft mir sicherlich dabei. Ich bitte noch um ein wenig Geduld.