Über Gisela Grasmann

In mir brennt die Liebe zur Natur und zu unseren schöpferischen Kräften. Ich arbeite selbst künstlerisch und lasse mich dabei von der Natur inspirieren. In meinem Atelier biete ich Menschen Raum für ihre eigene kreative Entfaltung

Kreativzeit

Der Frühsommer lässt rund um uns eine Fülle an Formen und Farben entstehen. Jeder Gartenbesuch, jeder Blick aus dem Fenster, jeder Waldspaziergang, jede Bergwanderung und jedes Verweilen am Fluss lädt uns ein, darüber zu staunen, wie großartig Fauna und Flora sind. Welch ein Geschenk! Landschaftsformen erzählen uns von längst vergangenen Zeiten und davon, dass Wandlung und Verwandlung zum Leben gehören wie das Ein – und Ausatmen.

unterm Hollerbusch

Für mich ist es eine Zeit der Kreativität. Leben ist Kreativität. Leben ist Schöpfungskraft pur. Und – es tut so gut, wenn ich selber kreativ tätig sein darf. Sei es im Garten oder im Atelier, alleine, zu zweit oder in einer kleinen Gruppe.

Ich male derzeit ein Bild mit den Farben des Frühsommers, genieße es der Freude am Leben Ausdruck zu verleihen.

Impressionen zur Reise nach Bali

Dann gibt es Tage, wo mich das erdige Element des Lehms fasziniert. Dinge möchten geformt werden. So auch jetzt wieder eine

Frauenfigur – einer alten symbolischen Form nachempfunden. Beim Formen fühle ich mich mit der universellen Kraft des Weiblichen verbunden.

SchöpferInnenkraft – Ruach – die wirkt und weht, wo sie will.

Frauensymbol- uralte Kraft

Vielleicht hast  du ja auch Lust zum Gestalten, findest dazu aber nicht den passenden Raum, wo du das verwirklichen kannst. Oder du möchtest gerne gemeinsam mit anderen werken und die Atmosphäre des Ateliers genießen.

Mein Atelier steht für dich offen. Vereinbare mit mir deine persönliche Kreativzeit.

Der Ausgleich für eine Stunde Atelierarbeit im SpielraumKunst: € 10.  Der Materialaufwand für Ton, Filz oder für Leinwände wird extra verrechnet.

Sehnsucht nach Stille

Die Tür geht auf und sechs Kinder voller Lebenslust und Lebensfreude kommen herein. Die Jacken werden ausgezogen und an die Garderobe gehängt, Radfahrhelme finden ihren Platz,  freudige Blicke werden ausgetauscht: „Du bist auch da, ich freue mich!“ Auch heute sind sie wieder da, wie jeden Mittwoch um 15 Uhr wenn das Atelier seine Pforten für das Freie Malspiel öffnet.

Diesmal spielen sie auch mit Ton. Aufgeregte Stimmen rufen mich immer wieder und fordern mich auf zu schauen, was sie da mit dem Ton geformt haben. Es herrscht reges Treiben und die Kinder sind immer weider fasziniert und aufgeret, was sich da mit Ton alles machen lässt. Jeder und jede will gehört und gesehen werden.

Stille

Mir kommt in den Sinn, dass es schön wäre, wenn die Kinder ruhig werden und das Spielen mit Ton so richtig genießen können, ohne zu kommentieren, was da gerade passiert. Ach was, ich probiere es einfach und lade die Kinder ein still zu werden und stelle die Klangschale auf den Tisch. „Kinder, wir probieren jetzt etwas“, höre ich mich sagen, „wenn die Klangschale ertönt, dann sind wir still und schauen, was passiert – solange, bis ich die Klangschale wieder anschlage -machen wir das?`“ Ja, und wir tun es. Ich blicke in die Gesichter der Kinder und merke, wie sie die plötzlich eintretende Stille genießen. Ihre Hände werken weiter in der Tonspielkiste. Ein wundervoller Moment. Wir kosten ihn aus und erst, als es beginnt wieder zu kribbeln

Klangschale

und zu krabbeln und die Worte aus dem Mund purzeln wollen, lasse ich erneut die Klangschalge erklingen. Die Kinder rufen sogleich: „Bitte nocheinmal!“

Kinder lieben Stille – wir spielen dieses Spiel immer wieder. Zuletzt gehe ich mit der Klangschalge durch und lass den feinen Ton ganz nah an den Ohren der Kinder erklingen. Ich kann es in ihren Augen sehen, sie sind berührt – ganz tief drinnen hat sich was geregt. Wir genießen diese Erfahrung.

Was bedeutet das Malen im Malspielraum für Sie und für Ihr Kind

Das Malspiel entspringt der puren Freude am Malen und ist frei von Bewertung und Beurteilung

Die ureigene, spontane Spur entspringt aus unserem inneren Wesen und sie ist vollkommen. Sie ist weder Kunstwerk noch Produkt. Was hier gemalt wird, ist weder schön, noch unschön, weder richtig noch falsch. –   es fließt aus uns heraus und ist einfach. Üben wir diese Haltung ein, dann fragen wir das Kind nicht nach dem was es gemalt hat sondern danach, was es erlebt und gefühlt hat. Als Eltern können sie dieser inneren Haltung folgend beobachten, was sich verändert und was sich entwickeln und entfalten möchte.

Malspiel – ein Spiel?!

Spielen ist eine ernsthafte Beschäftigung, mit der wir uns selbst und die Welt erfahren können.

Geborgenheit im Malraum

Der Rahmen für das Malspiel und die freie Entfaltung sind der geschützte Raum, die Spielregeln am Palettentisch und die Kontinuität. Erst in dieser Gewissheit kann sich das Spiel mit Farbe und Pinsel erst so richtig entfalten. Deshalb ist es auch wünschenswert regelmäßig am Malspiel teilzunehmen.

Was kann ich beobachten

  • das Malspiel fördert Eigenständigkeit und Selbstverantwortung.
  • die Präsenz im Hier und Jetzt
  • einüben eines  sorgfältigen Umgangs mit mir, mit den Mitspielenden und den Materialien
  • stärkt die persönliche Ausdrucksfähigkeit und das Durchhaltevermögen
  • fördert das „In die Tiefe gehen“
  • eigenen und fremden Ansprüchen können mit der Zeit abgelegt werden
  • die Freude am Spiel erhalten
  • gestärkt und ermutigt eigene Schritte setzten – Selbstbewusstsein
  • Freude und Neugier- das Leben hält viele Abenteuer für uns bereit

Die Malblätter bleiben bis ans Ende des Semesters im Malraum.

Eine Kurseinheit dauert 60 min und kostet € 8,00

Die Kinder bleiben ohne Eltern bei mir im Malraum, es sei denn, die Eltern nehmen selber am Malspiel teil.

Die Anmeldung für mindestens 10 Einheiten ist erwünscht.

Diese Art zu Malen verdanken wir den Finder des Malorts, Arno Stern. In Jahrzehntelanger langem Malspieldienen in seinem Atelier in Paris hat Arno Stern viele Menschen im laufe der Zeit begleitet. Arno Stern ist, obwohl er kein Wissenschaftler im herkömmlichen Sinn ist, ein forschender Geist, der in seinen Beobachtungen und Aufzeichnungen Zusammenhänge aufzeigt und darstellt. Vieles, was Arno Stern beim Malspiel entdeckt hat wird auch durch unterschiedliche Erkenntnisse wissenschaftlicher Forschungen, wie der Neurobiolgie, der Reslinienzforschung, der Pädagogik untermauert und bestätigt.

Bei mir im Atelier gibt es die Möglichkeit, das Malspiel auszukosten. Es ist ein natürlicher Vorgang, auf dem, wenn wirklich gelebt, sich vieles andere aufbauen kann. Auch das künstlerische Verständnis und die Lust, selbst künstlerisch tätig zu sein.

Abgesehen davon gibt es auch immer die Möglichkeit an konkreten Dingen zu arbeiten und sich im herkömmlichen Sinn künstlerisch zu entfalten.

Kontaktieren Sie mich einfach, wenn es Fragen aufgetaucht sind und vereinbaren Sie mit mir Ihre individuelle Kreativzeit 066473628204 oder gisela.grasmann@aon.at

 

Offenes Atelier

Das letzte Wochenende hatten die Türen unseres Ateliers wieder geöffnet. Unser Atelier? Ja, unser Garten, Martins Steinhaus und mein Atelier. Es war ein Gesamtkunstwerk in das die Besuchenden eintreten konnten. Die Sonne, die goldenen Herbstfarben taten das Übrige dazu. Ich liebe es, wenn die Dinge, die Gäste, die Natur eine Einheit bilden und Menschen sich bei uns wohl fühlen. Dank meiner lieben Familie ist das gelungen – eine Oase des Friedens und der Freude zu kreieren.

Künstlerisch habe ich dieses Jahr viel Keramik vorbereitet – allerlei Getier und Figuren bis hin zu handgeformten, dünnwandigen Gefäßen, die mich ganz nahe an den Ursprung des Modellierens gebracht haben. Ein schönes Gefühl. Für einen Auftrag hatte ich eine ganzen Schwung Tierbilder gemalt, diese gab es auch zu sehen – und – last but not least – meine Aquarelle von der Geißenbergalm. Ich liebe diese Aquarelle – die Bäume, die ich malen durfte sind uralt – die Atmosphäre dieser Tage einzigartig und ich fühle jedesmal wieder die Verbundenheit mit diesen wunderbaren Wesen, wenn ich die Bilder betrachte.

Im Atelier konnten BesucherInnen das Malspiel ausprobieren. Das Malspiel ist mir ja ein Herzensanliegen. Es gibt eine fixe Gruppe, die immer freitags zwischen 17.30 und 19.00 im Atelier malt und auch mit Ton spielt.  Am Mittwoch entsteht auch eine Gruppe. Einige Kindergartenkinder waren letzten Mittwoch da, ich freue mich, wenn sie sich auf Regelmäßigkeit einlassen und sie sich ganz ins Malspiel vertiefen.

Hier noch ein paar Eindrücke dieser wundervollen Tage – Dankbarkeit erfüllt mein Herz!

Freies Malen – komm und male!

„Die Spur eines Menschen ist die Spur aller Menschen.“
(Arno Stern) Malspiel

Es geht wieder los – ab Mitte September wird wieder gemalt. Manche von euch kennen das schon – es ist ein Spiel mit wunderbar cremigen Farben auf Papier. Die Farben sind schon malfertig und die Pinsel bereit gestellt.  Es braucht nur mehr dich und den Mut, einfach du selbst zu sein und  zu malen, was gemalt werden möchte. Erst durch das regelmäßige Malen kannst du wirklich ganz in das Spiel eintauchen. Deswegen macht es Sinn, das Malspiel über einen längeren Zeitraum kontinuierlich zu besuchen. Hier mein Angebot für dich:

Jeweils Freitag von 17.45 – 19.15 steht das Atelier für Kinder und Erwachsene offen.

Starttermin: Freitag 15. September 2017

Zusätzlicher Termin: immer Mittwoch von 14.30 – 17.00 Uhr

Weitere Termine: 22. und 29. September, 6. , 20. und 27. Oktober, 10., 17. und  24. November, 1. und 15. DezemberAufgepinnt

Kosten: 10er Block im Malspielraum € 120 – für 2 Personen /Familie €200.

Frag mich einfach, wenn du noch etwas wissen möchtest, du erreichst mich unter 066473628204

 

„Da, wo wir heute schon stehen, an der Schwelle zur Übersättigung auf allen Gebieten, gibt es nur zwei Wege…“(Arno Stern in ‘Die Expression. Der Mensch zwischen Kommunikation und Ausdruck‘): Einerseits den Weg des ‘maßlosen Konsumierens‘ und andererseits den Weg des ‘Schöpferisch-seins‘.
Während das ‘Konsumieren‘ die ständige Unzufriedenheit fördert, da es „ein nie gestilltes und ewig aufgefrischtes Wünschen schafft“, bewahren wir durch das ‘Schöpferisch-sein‘ „die Gewohnheit der Initiative“ und erwerben dadurch „die Fähigkeit im Leben stark zu sein. …stark wie alle, die ohne Aggressivität, ohne Wettbewerb und ohne Anlehnung an ein Modell etwas realisieren.“

Sehr zu empfehlende BÜCHER von/mit Arno und André Stern:

Arno Stern. Die Expression. Verlag Klotz GmbH,2010.
Arno Stern. Der Malort. Daimon Verlag,1998.
Arno Stern. Das Malspiel u. die Natürliche Spur. Drachen-V.,2005.
Arno Stern. Wie man Kinderbilder nicht betrachten soll. ZS.2012.
Arno Stern. Die Spur.Gewesenes Kindsein. Verlag Klotz,2014.
Arno Stern. Das Malspiel u. die Kunst des Dienens. Drachen,2015.
Wagenhofer, Kriechbaum & André Stern: alphabet. Ecowin,2013.
André Stern. Spielen,um zu fühlen,zu lernen… E.Sandmann,2016.

 

 

Alte Bäume

 

Bäume sind für mich ganz wunderbare Naturwesen. Wenn ich dann auch noch das Glück habe, so alten Bäumen wie auf der Geissenbergalm in Schwarzenbach zu begegnen, da  kann es schöner nicht sein.IMG_1392

Die Geissenbergalm war dieses Mal Mittelpunkt der sommerlichen Maltage unserer Malgruppe. Ich bin Wolfgang wirklich dankbar für diesen Vorschlag.

Die Baumgruppen entstanden – so, wie wir sie heute erleben dürfen – durch die nun schon 200 Jahre andauernde Almbewirtschaftung. Ahornbäume, Eschen und Buchen sind die Hauptbäume dieser Gruppierungen. Jeder Baum für sich – eine Welt, ein kleines Universum. Lange ausladende Wurzeln und große breite Kronen, ideale Schattenspender für das Vieh, das, den Spuren zufolge,  offensichtlich gerne unter dem Schutz der Bäume rastet. Im oberen Teil der Alm wurden die Baumgruppen in das Natura 2000 Projekt Ötscher-Dürrenstein“www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/naturschutz/sg/n2000/ aufgenommen. Und wer das Glück hat, diese Bäume kennen zu lernen, braucht gar nicht nachzufragen, warum das so ist.

Es gibt beispielsweise einen Ahornbaum, dessen Kernholz im unteren Bereich fehlt und desgalb ein Hohlraum entstanden ist /es kann sogar hinein geklettert werden. IMG_1389  Der Zahn der Zeit hat schon kräftig genagt, und trotzdem steht der Ahorn kraftvoll und gut belaubt da – uralt, vielleicht schon 200 Jahre oder mehr.

 

Drei Tage unter, vor, neben, in den Baumgruppen zu malen erdet ungemein und  lässt den Geist frei und offen werden für die Verbundenheit mit Mutter Erde und den Weiten des Himmels. Mächtig und erhaben stehen sie da, die Bäume – einzigartig – Geschichten erzählend – bizarr geformt – schützend und bergend  – gezeichnet von Wind und Wetter IMG_1360– allen Widrigkeiten trotzend – uralt – eingebettet in den Kreislauf von Wachsen, Werden und Vergehen  – geduldig und beharrlich.

In den Ästen und Blättern rauscht der Wind, fängt sich das Licht. Ein wunderbares Spiel zwischen dunklen und hellen Räumen erfreut mein Auge. Und weil die Baumgruppen so mächtig sind, ist auch der Schatten ausgedehnt, lässt den Blick ruhig werden, ausgeruht um dann wieder ins flirrende Sonnenlicht zu schauen.  Ich spüre und rieche die Erde – kann mich immer wieder aufs Neue an diesem Spiel von Dunkel und Hell erfreuen und male und IMG_1362male. Die Zeit spielt keine Rolle – gemalt wird, so lange gemalt werden möchte – bis sich auf dem Papier das IMG_1452abzeichnet, was ich beim Betrachten der Bäume empfinde. Das einzige, was mich aufhorchen lässt ist das Grollen am Himmel – ein Gewitter zieht auf und ich eile schnell zur Halterhütte.

 

Die Natur ist Heilerin, Lehrmeisterin und unendliche Inspirationsquelle. Dafür bin ich dankbar.IMG_1454

Da Loam – Atelier Selma Etareri, Graz

Besuch bei Atelier „Da Loam“ 12,13. Juli 2017

Mariahilferstraße 11 in Graz/ www.selma-keramik.at

IMG_1351Selma, die Künstlerin und Leiterin des Ateliers Da Loam in Graz, habe ich gleich von Anfang an in mein Herz geschlossen. Sie begrüßte uns so ungemein fröhlich und unkompliziert  und sprudelte vor lauter Ideen.

„Gefäße und Figuren modellieren im Atelier Da Loam“ war ein Geschenk meiner Malgruppe zu meinem runden Geburtstag. Natürlich sind sie auch mit dabei gewesen – zumindest fast alle, Anni, Lisi und Wolfgang.

Das, was mich an Selmas Arbeiten fasziniert, das Modellieren von großen Gefäßen  – ganz dünn und fein gearbeitet (alles mit der Hand und ganz ohne Scheibe) – verlangt Ausdauer, Vorstellungskraft und eine Ahnung von physikalischen Gesetzmäßigkeiten.  Das habe ich die zwei Tage erfahren dürfen.

Ich liebe es, wenn Dinge unter meiner Hand zu wachsen beginnen, Form und Lebendigkeit annehmen. Es ist für mich ein direkter und auch sichtbar werdender IMG_1339

Zugang zur Gestaltungskraft – zur schöpferischen Kräften, die wir in uns allen tragen. Am Anfang ist die Offenheit für das, was entstehen möchte – die Idee – die Vision – die Intuition – es gibt viele Tore, durch die unsere schöpferischen Kräfte Gestalt annehmen möchten.

Selmas Gefäße bezeugen von weiblicher Urkraft  – und wie kann es anders sein, ich  lasse mich gerne davon inspirieren. Zuerst entstand ein Modell in klein.  Dann multiplizierten wir die Maße entsprechend der gewünschten Gesamthöhe oder Breite und los ging es mit dem „eigentlichen Werk“.

Tonpatzen für Tonpatzen aneinanderreihen – verstreichen – das Wachsen und Werden des Gefäßes im Auge behalten und ausgleichen – den Verlauf mit dem Modell abgleichen und den richtigen Zeitpunkt beachten um Richtungsänderungen vor zu nehmen – trotzdem den spielerischen Umgang mit dem Material genießen. Manches möchte auch ein wenig anders werden als im Vorfeld geplant. Das Material, schwarz brennender Ton, eine Freude.

Zwei Tage habe ich an meinem Gefäß gearbeitet. Es hat mich herausgefordert und gleichzeitig nicht los gelassen – solange,  bis sich in mir das Gefühl breit gemacht hat „jetzt ist es fertig“.Figur

Das Modellieren geschah mit dem Willen etwas zu formen und doch blieb ich frei für das, was sich unter meinen Fingern entwickeln wollte. Ein Spiel.

Das Gefäß wird noch bei Selma gebrannt und erst in ein paar Wochen aus Graz mit all den anderen Gefäßen meiner KünstlerfreundInnen abgeholt.

Danke für diese wundervolle Erfahrung. Das Arbeiten, die Gespräche, die Atmosphäre und das Miteinander hat mich wieder ein Stück reifen lassen.

 

Freies Malen im Atelier SpielraumKUNST

In der Osterwoche hatten 8 Kinder die Möglichkeit, am freien Spiel mit der Farbe teilzunehmen. Das Spiel braucht nur ein paar wenige Spieregeln (achtsamer Umgang mit den Materialien, gemalt wird, was gemalt werden möchte, es gibt keine Vorgabe, über die Bilder wird nicht gesprochen…. ). In einer fröhlichen Atmosphäre wurde konzentriert gemalt. Ich durfte die Kinder dabei begleiten – richtete Farben her, befestigte Malblätter – hängte fertige Bilder zum Trocknen auf, war da, wenn ein maltechnisches Problem entstand und achtete auf den respektvollen Umgang innerhalb der Gruppe.
Alle, die diese Woche zu mir ins Atelier kamen, wollten auf der Malwand malen – Erwachsene, Kinder und Jugendliche. Die Farbpalette mit ihren leuchtenden Farben lud einfach zum Ausprobieren ein – und ich träume davon, dass es eine fixe Malspielgruppe übers ganze Jahr bei mir im Atelier gibt. Kinder, Erwachsene – alle die möchten.
Vielleicht bist ja du auch dabei – ab Ende Mai geht es los.

Anmelden unter: gisela.grasmann@aon.at oder 066473628204

Der erste Termin: Freitag der 27. Mai 17.00 – 18.30 (Beitrag  € 15 pro Person)Palettentisch neu kleinMalspuren neuMalen neu

„ARTenreich – Fisch & Co“

Unsere Malgruppe verwirklicht gerade ein Projekt für die Landesausstellung 2015. Das Kunstprojekt ist zwar offiziell im Programm der Landesausstellungsorganisation nicht enthalten, aber was solls.  Trotzdem möchten wir als Künstlergruppe einen Beitrag zur Landesausstellung leisten.
„ARTenreich – Fisch & Co“ beschäftigt sich , wie der Titel schon verrät, mit unterschiedlichen Fischarten, die in der Pielach beheimatet sind. Über den Artenreichtum und die wunderbare Wasserqualität der Pielach wurden wir von einem Experten aus unserer Gemeinde genau informiert. Es wurden uns auch Anschauungsobjekte zu Verfügung gestellt. Für einige Woche belagerten sie mein Atelier und dienten der Malgruppe als Inspiration- und Informationsquelle für die Keramikarbeiten. Zu den Fischen gesellten sich dann noch der Eisvogel, der Flusskrebs und der Fischotter dazu. Biber gibt es bei uns an der Pielach auch, mal sehen, ob ich es noch schaffe diesen lustigen kleinen Nager auch noch in Ton zu formen.
Diese Woche wurde dann gebrannt. Nicht einfach im Elektrobrennofen. Wir entschieden uns für einen Rakubrand. Wer einmal schon bei einem Rakubrand dabei war, der weiß, dass damit ein wunderbares Prozedere verbunden ist. Es gleicht einem kleinen Fest – Rakubrand braucht einfach Z e i t – viel Z e i t.

Der Gasbrennofen unserer Malkollegin steht im Freien. Lisi hat den Ofen schon mit unseren Objekten gefüllt und den Ofen in Betrieb genommen. Wir warten bis die Temperatur auf 940° gestiegen ist – eine kurze Haltezeit – und dann geht es los. Lisi öffnet den Deckel des Brennofens und nimmt mit einer großen Rakuzange die noch glühenden Tonscherben heraus. Natürlich braucht es dazu auch spezielle Handschuhe usw. Wir nehmen diesen Kraftakt wahr – es ist heiß, die Tonscherben mit der Zange zu ergreifen erfordert Fingerspitzengefühl. Lisi macht das toll.
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GLÜHENDE FISCHE
Gleich neben dem Brennofen wartet ein Bett aus Sägespänen auf die Tonsachen. Alle Hände helfen zusammen, damit die Tonware möglichst schnell vollständig bedeckt wird. Es raucht, es brennt, es glüht, es dampft, es knistert! Welch ein spannender Moment.
Wir sind alle schon neugierige, was unter den Sägespänen jetzt noch so alles mit der Glasur passiert. Hoffentlich springt sie schön und vielleicht bekommt noch so manche Farbe einen metallenen Glanz. Es knistert, es raucht, es dampft………..
Doch es heißt noch warten. Die Töpfersachen müssen noch auskühlen, bevor wir sie aus dem Sägespänebett herausnehmen und grob mit Wasser und Schwämmchen vom Ruß reinigen können.
Und jetzt liegen sie da! Wunderbare Werke – so wie wir uns das gewünscht haben – schön gesprungene Glasuren und metallischer Glanz – gerußte Stellen, matt und archaisch anmutend.
Zu sehen gibt es die Werke ab Ende April im neu renovierten Bahnhof von Hofstetten Grünau.

Atelier SpielraumKunst präsentiert sich!

Es hat geklappt! Ich durfte mich in der Volksschule Hofstetten-Grünau mit meinem Arbeit als Künstlerin und Leiterin des Ateliers SpielraumKunst bei allen Kindern vorstellen. Natürlich  haben wir miteinander gemalt. Was sonst.
Für jede Klassenstufe bereitete ich ein extra Thema vor. Die ersten Klassen malten Bilder zur Geschichte von der „Raupe Nimmersatt“. Jedes Kind suchte sich eine Szene aus der Geschichte aus und malte dann mit Ölkreiden und Aquarellfarben. Vom kleinen Ei auf dem Blatt bis zum Schmetterling waren alle Bilder vertreten.
Mit der zweiten Schulstufe malten wir zu einer Phantasiegeschichte. Die Kinder wurden dabei von einem Fabeltier zu einem Ritt in die Nacht eingeladen. Lustige Tiere waren das und viele von ihnen hatten Flügel oder Beine, die einen ganz schnell durch die Nacht tragen konnten. Gemalt wurde mit Ölkreiden und Aquarellfarben.
Die dritte und die vierte Schulstufe probierte eine ganz neue Technik aus. Für jede Klasse hatte ich dafür eine andere Geschichte gewählt.
Die dritten Klassen malten zum Märchen von der goldenen Kugel und die vierten Klassen fanden nach einer kurzen Erzählung über den Künstler Max Ernst ihren imaginären Vogelfreund.

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Ich lud die Kinder ein, mit mir eine experimentelle Maltechnik von Max Ernst auszuprobieren. Das brauchte auch Mut und die Bereitschaft sich auf etwas Neues einzulassen. Leicht ist das nicht immer, sind wir doch gewohnt so und so zu malen um dann zu diesem oder jenem Ergebnis zu kommen.

 

Bei der „Grattage“ wird in mehreren Schichten gearbeitet. Zuerst malten wir mit Ölkreiden. Darüber wurde eine Schicht aus einer schuhcremeartigen Paste gelegt und dann noch eine Schicht dunkle Aquarellfarbe darüber gemalt.
Wie gesagt, das Übermalen der Ölkreidezeichnung kostete so manche Überwindung. Zuletzt wurde mit einer Spachtel in die cremige Schicht aus Schuhpaste und Aquarellfarben gekratzt. Jetzt wurde auch klar, warum diese Technik „Grattage“ heißt, da steckt ja das Wort „kratzen“ drin. Wie erstaunt waren die Kinder, als ihr Ölkreidenbild plötzlich zu leuchten begann und das Papier fast transparent und durchscheinend wurde. Die Spuren, die die dunkle Farbe hinterließ erinnert im Erscheinungsbild an Drucktechniken. OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wie schön, wir konnten miteiander neue Erfahrungen sammeln und vielleicht wurde dadurch auch die Lust auf neue Maltexperimente geweckt.

Es muss nicht immer alles perfekt und ganz genau sein. Wir dürfen uns auch vom Zufälligen beschenken lassen.In diesen 2 Tagen wurde ich reich beschenkt und dafür danke ich!

Ich freue mich auf ein Wiedersehen im SpielraumKunst.