Atelier SpielraumKunst präsentiert sich

Es hat geklappt! Ich durfte mich in der Volksschule Hofstetten-Grünau mit meinem Arbeit als Künstlerin und Leiterin des Ateliers SpielraumKunst bei allen Kindern vorstellen. Natürlich  haben wir miteinander gemalt. Was sonst.
Für jede Klassenstufe bereitete ich ein extra Thema vor. Die ersten Klassen malten Bilder zur Geschichte von der „Raupe Nimmersatt“. Jedes Kind suchte sich eine Szene aus der Geschichte aus und malte dann mit Ölkreiden und Aquarellfarben. Vom kleinen Ei auf dem Blatt bis zum Schmetterling waren alle Bilder vertreten.
Mit der zweiten Schulstufe malten wir zu einer Phantasiegeschichte. Die Kinder wurden dabei von einem Fabeltier zu einem Ritt in die Nacht eingeladen. Lustige Tiere waren das und viele von ihnen hatten Flügel oder Beine, die einen ganz schnell durch die Nacht tragen konnten. Gemalt wurde mit Ölkreiden und Aquarellfarben.
Die dritte und die vierte Schulstufe probierte eine ganz neue Technik aus. Für jede Klasse hatte ich dafür eine andere Geschichte gewählt.
Die dritten Klassen malten zum Märchen von der goldenen Kugel und die vierten Klassen fanden nach einer kurzen Erzählung über den Künstler Max Ernst ihren imaginären Vogelfreund.

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Ich lud die Kinder ein, mit mir eine experimentelle Maltechnik von Max Ernst auszuprobieren. Das brauchte auch ein Mut und die Bereitschaft sich auf etwas Neues einzulassen. Leicht ist das nicht immer, sind wir doch gewohnt so und so zu malen um dann zu diesem oder jenem Ergebnis zu kommen.

 

Bei der “Grattage” wird in mehreren Schichten gearbeitet. Zuerst malten wir mit Ölkreiden. Darüber wurde eine Schicht aus einer schuhcremeartigen Paste gelegt und dann noch eine Schicht dunkle Aquarellfarbe darüber gemalt.
Wie gesagt, das Übermalen der Ölkreidezeichnung kostete so manche Überwindung. Zuletzt wurde mit einer Spachtel in die cremige Schicht aus Schuhpaste und Aquarellfarben gekratzt. Jetzt wurde auch klar, warum diese Technik „Grattage“ heißt, da steckt ja das Wort „kratzen“ drin. Wie erstaunt waren die Kinder, als ihr Ölkreidenbild plötzlich zu leuchten begann und das Papier fast transparent und durchscheinend wurde. Die Spuren, die das ausgekrazte Material hinterließ erinnerte irgendwie auch ein wenig an eine Drucktechnik.OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Wie schön, wir konnten miteiander neue Erfahrungen sammeln und vielleicht wurde dadurch auch die Lust auf neue Maltexperimente geweckt.

Es muss nicht immer alles perfekt und ganz genau sein. Wir dürfen uns auch vom Zufälligen beschenken lassen.In diesen 2 Tagen wurde ich reich beschenkt und dafür danke ich!

Ich freue mich auf ein Wiedersehen im SpielraumKunst.